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Großer Erfolg für Brandschutzerziehungsarbeit der Feuerwehr Neukirchen

Die Jugend der Freiwilligen Feuerwehr Neukirchen unter der Leitung von Jugendwart Marcus Rupprecht bereicherte mit einem Infostand über alltägliche Gefahren und deren Vorbeugung den Marktsonntag bei der Neukirchener Herbstkirchweih. Hauptattraktion waren eindeutig die Vorführungen einer Fettexplosion, denen insgesamt etwa 350 interessierte Bürger in fünf Vorstellungen folgten. Jörg Berendes kommentierte aus fachlicher Sicht die Vorführungen. Die Wahl des richtigen Löschmittel entscheidet über den Löscherfolg. Wird versucht, eine am eingeschalteten Herd vergessene Bratpfannen oder Friteusen mit Wasser zu löschen, so entstehen aus einem Liter Wasser 1700 Litern explosives Fettdampfgemisch. Dies reicht aus um die komplette Küche in Brand zu stecken. Von den Verbrennungen der Person die das Wasser zum Löschen in das heiße und brennende Fett geschüttet hat, gar nicht zu sprechen.

Wie sich die Bürger gegen die Hauptgefahr eines Brandes, dem Brandrauch, schützen können wurde anhand eines Modellhauses am Infostand der Jugendfeuerwehr anschaulich vorgeführt. Rauch ist extrem giftig wenn Kunststoffe der Einrichtung verbrennen. Wenige Atemzüge können ausreichen, einem Menschen die Lunge tödlich zu verätzen oder bewusstlos werden zu lassen, so dass er verbrennt. Mit dem Rauchhaus der Brandschutzerzieher vom Kreisfeuerwehrverband konnte gezeigt werden, wie der Rauch zuerst den Raum füllt, in dem der Brand ausgebrochen ist und dann über das Treppenhaus in andere Räume dringt. Frühzeitig alarmiert ein Rauchmelder die Hausbewohner auch in der Nacht vor der tödlichen Gefahr, so dass mehr Zeit bleibt, das Haus schnellstmöglich zu verlassen und nicht im Schlaf zu ersticken. Ein Drittel aller Brände entstehen nachts. Dann sterben allerdings zwei Drittel aller Brandtoten. "Nicht nachvollziehbar ist es" für Brandschutzerzieher Jörg Berendes, "dass es in Bayern noch keine gesetzliche Pflicht zur Installation von Rauchmeldern gibt, so wie es in mehreren Bundesländern bereits eingeführt ist". Mit geprüften Rauchmeldern, die mittlerweile schon unter zehn Euro im Fachhandel zu kaufen sind, könnte die Zahl der Todesopfer leicht gesenkt werden.

Etwa 30 Rauchmelder konnte die Feuerwehr Neukirchen durch Überzeugungsarbeit an den Mann bringen, wobei auch für die Jugendfeuerwehr pro Rauchmelder eine kleine Spende abfiel.

Spektakuläre Vorführung einer Fettexplosion durch die Jugendfeuerwehr Neukirchen fand großes Interesse am Marktsonntag in Neukirchen

Jörg Berendes (im Bild links) erläutert Sinn und Zweck von Rauchmeldern mit Hilfe eines Rauchhauses des Fachbereichs Brandschutzerziehung im Kreisfeuerwehrverband den Besuchern des Infostandes der Feuerwehr Neukirchen

 

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