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Schule mal anders

Einen etwas anderen Unterrichtstag erlebten die Schülerinnen und Schüler aus der dritten Jahrgangsstufe der Pestalozzi-Grundschule bei der Freiwilligen Feuerwehr Sulzbach-Rosenberg. Im Rahmen des Heimat- und Sachkundeunterrichts an den Schulen besuchten die insgesamt 120 Schulkinder das Feuerwehrgerätehaus, um mehr über die Arbeit und die Ausrüstung der Feuerwehr und dem vorbeugenden Brandschutz zu erfahren.

Die fünf dritten Klassen kamen verteilt über den gesamten Januar zur Feuerwehr und verfolgten ein abwechslungsreiches Programm aus Theorie, spielerischem Lernen und natürlich der Besichtigung der Einsatzfahrzeuge.

Nach der Vorstellung des Brandschutzerzieherteams bekamen die Kinder einen kurzen Einblick in den Aufbau und die Tätigkeit der Feuerwehr und lernten den Unterschied zwischen der Freiwilligen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr kennen. Die Kinder waren erstaunt, dass sich die Kameraden ohne Bezahlung den Vormittag für sie Zeit nahmen. Anschließend wurden die Aufgaben der Feuerwehr mit einigen Einsatzbildern gezeigt und die Kinder überlegten sich selbst Beispiele wann und wo Feuerwehren überall gebraucht werden.

Nach einem kurzen Film in dem ein Kinderzimmerbrand, ausgelöst durch ein Teelicht, gezeigt wurde waren sich alle Kinder einig, niemals zu zündeln. Auf die Frage welche Eltern zu Hause einen Rauchmelder eingebaut haben, meldete sich ein Großteil der Schüler. Nicht zuletzt auch ein Verdienst der Aktion “Rauchmelder retten Leben”, in der alle Eltern von Neugeborenen einen Rauchmelder erhielten. Die Aktion der Feuerwehren und der Firma Conrad Elektronik als Sponsor wurde Ende letzten Jahres nach gut 11.500 verteilten Rauchmeldern beendet.

Um die Funktionsweise eines Rauchmelders zu veranschaulichen, hat die Feuerwehr seit vergangenem Jahr ein kleines Rauchhaus in Dienst gestellt. In dem ca. 50 cm großen Holzhaus wird im Erdgeschoss Rauch erzeugt, der sich nach und nach in den drei Stockwerken verteilt. Ein im Dachboden installierter Rauchmelder schlägt schon nach wenigen Sekunden Alarm und zeigt so, wie er die Bewohner vor der drohenden Gefahr warnt.

Damit im Falle eines ausgelösten Rauchmelders schnell Hilfe gerufen werden kann, zeigten die Brandschutzerzieher das richtige Absetzten des Notrufs. Neben der richtigen Telefonnummer, die alle Kinder wussten, lernten sie die fünf W-Regel, aus der jeder Notruf bestehen sollte. In einer Art Lernzielkontrolle, die allerdings keinen Einfluss auf die Schulnote hat, konnten einige Kinder ihr soeben erfahrenes Wissen unter Beweis stellen und einen “echten” Notruf absetzten. Der Notruf lief allerdings nicht in der Einsatzzentrale in Amberg auf, sondern wurde mit einer extra dafür beschafften Telefonanlage intern “abgearbeitet”.

Nachdem der Notruf eingegangen war und die Feuerwehr alarmiert wurde, unterstützten die Kinder den Feuerwehrmann beim Anziehen der Schutzkleidung. Neben dem Spaß den die Kinder dabei hatten, soll so die Angst vor dem vermummten und laut schnaufenden Atemschutzgeräteträgern genommen werden. Bei vielen Bränden, in denen sich noch Personen im Gebäude befinden, können die Feuerwehrkräfte viele Kinder nicht retten, weil sich diese aus Angst vor dem “schwarzen Mann” im Schrank oder unter dem Bett verstecken.

Nach einer kurzen Pause gab es noch eine Führung durch das Gerätehaus und die langersehnte Besichtigung der Feuerwehrfahrzeuge. Beim Rüstwagen überschätzten die meisten Kinder ihre Kräfte und scheiterten am Gewicht des Rettungsspreizer.

Der Jugendwart gab anschließend einen kleinen Einblick in die Jugendfeuerwehr und erzählte über Aktionen wie zum Beispiel das alljährliche Zeltlager. Viele Kinder können es jetzt kaum erwarten, ihren 10. Geburtstag zu feiern, damit sie der Feuerwehrjugend beitreten können.

Nach durchschnittlich 3 Stunden machten sich die Klassen wieder auf dem Weg zur Schule, für viele wahrscheinlich viel zu früh, da sie gerne noch mehr über die Feuerwehr erfahren hätten. Bei der Verabschiedung überreichten die Kinder noch selbstgemalte Bilder und bedankten sich für den interessanten und abwechslungsreichen Vormittag.

 

Bilder folgen in Kürze

 

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